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Web: Gowalla & Foursquare – die ersten Eindrücke

18. Februar 2010

Auf dem letzten Barcamp in Klagenfurt gab es eine “Aufklärungssession” über Gowalla und Foursquare. Vorher hatte ich zwar davon gehört, aber nie wirklich begriffen, wofür das Ganze gut ist und ob ich da wirklich mitmachen soll/muss. Nach der Session habe ich mich bei beiden Diensten angemeldet und die beiden iPhone-Apps installiert. Dies ist jetzt knapp drei Wochen her und hier sind meine ersten Eindrücke:

iPhone-Apps

Da beide Dienste darauf aufbauen, dass man entweder ein iPhone oder ein anderes Smartphone besitzt, welches GPS-Daten liefert und sich mit dem Internet verbinden kann, war natürlich der erste Schritt, die beiden Apps aus dem App-Store zu laden – kostenfrei versteht sich. Schnell konnte ich über den Abgleich per Twitter und Facebook Freunde finden, die diese beiden Dienste auch nutzen.

Auf den ersten Blick (und auch den Zeiten und Dritten!) ist die Gowalla-App um Längen hübscher, schneller und besser zu bedienen als die Foursquare-App.

Das Userinterface von Gowalla ist aufgeräumt und macht einfach Spaß bei der Bedienung. Foursquare hingegen ist da eher nüchtern und langweilig. Und genau dies war dann auch der Grund, warum ich Gowalla in den ersten zwei Wochen fast ausschließlich genutzt habe.

Auch die Infos, die ich über die App abrufen kann, sind bei Gowalla detaillierter.

Selbst die Bedienung der App während der Autofahrt ist möglich (ich will jetzt nicht behaupten, dass ich das je gemacht habe ;) ), da die Buttons alle groß genug angelegt sind. Dies macht das Handling deutlich einfacher. Kurz gesagt – hier hat Foursquare einfach verloren und sollte dringend am Design und der Usability ändern!!

Websites

Gowalla

Auch die beiden Internetseiten zeigen ganz klar, wer hier attraktiver daherkommt. Auch hier gilt das Gleiche, wie schon für die iPhone-Apps. Die Bedienung und die Optik ist bei Gowalla deutlich besser.

Spaß-Faktor

Wie schon beschrieben war (!) der Spaßfaktor in den ersten beiden Wochen ganz klar bei Gowalla viel höher. Doch nach und nach wird es langweilig. Wir reisen jetzt nicht soooo viel durch die Weltgeschichte, als dass ich jeden Tag neue Orte entdecken, anlegen und dort einchecken kann. So reduziert sich das nach kurzer Zeit immer auf die Gleichen.

Hinzu kommen diverse Fehler in der Gowalla-App, die die sinnvolle oder “ehrliche” Nutzung dieser App untergraben: Bin ich z.B. von meinem iPhone aus nicht genau via GPS zu orten, so werde ich über meine Handyfunkzelle geortet. Dies ist natürlich viel ungenauer. Dies hat dann zu Folge, dass ich mich von zu Hause aus in viele Orte einchecken kann, die einige Kilometer entfernt sind. Ergo, das Erste in der Früh ist erst in alle Orte einzuchecken, die in der Umgebung sind, damit man möglichst viele Stamps und Pins sammelt. Das macht aber auf Dauer keinen Spaß!

Foursquare hat ähnliche Probleme. Auch hier versagt die GPS-Ortung und ich kann von zu Hause aus in dem 7km entfernten Gmünd einen neuen Ort anlegen und einchecken. Dies macht auch nicht wirklich Sinn. Doch bei Foursquare gibt es mehr Anreize, Orte anzulegen und einzuchecken. Ich kann a) Badges sammeln (in Gowalla sind das die Stamps und Pins) und ich kann Punkte sammeln. Und das ist ein Vorteil von Foursquare gegenüber Gowalla. Man kann sich mit seinen Freunden direkt messen und darum “kämpfen”, wer die meisten Punkte sammelt in einer Woche.

Das macht zur Zeit noch Spaß, aber lässt auch schon ein wenig nach, da die Apps durch die fehlerhafte GPS-Ortung Einiges zulässt, was das Ganze ad absurdum führt.

Sinn oder Unsinn?

Ich denke, dass die beiden Dienste noch einiges verbessern müssen und auch werden. Denn so sind sie zur Zeit doch recht unsinnig, da ich noch keinen wirklichen Nutzen finden konnte, außer die Befriedigung eines sehr einfachen Spieltriebes. Doch das Gleiche habe ich anfangs auch von Twitter gedacht. Und hier habe ich diverse Nutzen! Also warten wir’s mal ab, was noch passiert und checken bis dahin fleißig ein. Oder wie der Liesertaler sagen würde “umachecken” ;)

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Kommentare

  1. Hallo Achim

    Danke für deinen interessanten Erfahrungsbericht. Kann vieles von dem, was du sagst, bestätigen. Ich bin letzten Sommer zufällig auf Gowalla gestoßen, als foursquare noch gar nicht in Europa verfügbar war und bis heute dabei geblieben: sowohl Usability als auch Gamekonzept von Gowalla sagen mir viel mehr zu (wobei ich das Tipp-Feature von foursquare schon etwas in Gowalla vermisse).

    Wenn man jedoch nicht der Globetrotter ist, der ständig durch die Weltgeschichte reist, sinkt auch der Spaßfaktor, wie du es sehr gut beschrieben hast.

    Ich denke, Dienste wie Gowalla oder foursquare stehen erst ganz am Anfang. Erst letzte Woche wurde bspw. die API von Gowalla veröffentlicht (http://www.gowalla.com/api); bei foursquare gibt es sie schon etwas länger. Dadurch werden neue Anwendungen und Mashups möglich, an die bis jetzt halt noch kaum wer gedacht hat.

    Es könnte hier wahrscheinlich so ablaufen wie bei opendata – da gabs ja auch eine gewisse Anfangsskepsis (in den USA & UK), was man den mit den vielen Daten machen kann/soll.
    Ich glaube das es mit den location based services ähnlich verlaufen könnte: wenn ein System oder eine Applikation offene Schnittstellen besitzt, die ohne großen Aufwand von einer breiten Userbasis genutzt werden können, entstehen in Folge auch neue, innovative Anwendungen.

    Ich jedenfalls bin gespannt, welche Mashups in der näheren Zukunft durch die APIs entstehen werden :-)

  2. Hi Robert,

    da bin ich auch gespannt! Vor allem bin ich neugierig, wie sich Gowalla und Foursquare weiter entwickeln. Denke, da können noch eine paar tolle Features eintrudeln…

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  1. schneeengel.de - der blog » Foursquare vs. Gowalla

    [...] sagen viele, läge gowalla vorn (warum es achim auch öfter genutzt hat). ansprechender ist es auf jeden fall – obwohl’s mir manchmal sogar [...]