Foto: Nachtaufnahme – Jagd auf Sternschnuppen
Gestern Nacht war ja DIE Nacht der Sternschnuppen. Also habe ich meine Frau geschnappt und bin mit Ihr auf die Jagd nach Sternschnuppen gegangen. Bestückt mit Stativ, Nikon D700 und Videokamera haben wir uns ein lauschiges Plätzchen am Stubeck gesucht. Angekündigt waren ja 200 Sternschnuppen pro Stunde.
Der richtige Platz und das richtige Wetter
Nach ein wenig herumfahren, hatten wir dann einen guten Platz gefunden mit wenig Lichtsmog. Zuerst war der Himmel noch recht bedeckt, hat sich dann aber nach kurzer Zeit mit uns erbarmt und die Wolken sind verschwunden. Also optimale Bedingungen für Sternschnuppen.
Und dann haben wir gewartet, und gewartet, und ge… – ich weiss ja nicht, für welchen Himmel diese Anzahl angesagt war. Bei uns jeden Falls nicht.
Dennoch habe ich ein paar schöne Fotos von einem wunderschönen Sternenhimmel machen können. Ist ja auch was! Und bei einem Foto habe ich tatsächlich eine Sternschnuppe erwischt. Das ist gar nicht so einfach, da diese Biester ja nur für seeeehr kurze Zeit am Himmel erscheinen.
Und wenn man dann hofft, dass die gerade gesehene Sternschnuppe noch mit auf dem Bild ist, sieht man auf dem Foto leider diese nicht mehr. Dafür wieder ein Flugzeug, welches fleißig blinkt und eine Perlenschnur in das Bild malt. Auch schön…
Belichtung
Die Belichtung war auch recht kniffelig. Klar, ich kann das Bild locker 5 Minuten belichten, da ich ja vom Stativ aus fotografiere. Doch das bringt Probleme mit sich. Die Himmelskörper bleiben ja nicht still an einer Stelle. Und bei so langen Belichtungszeiten verschwimmt dann alles.
Daher habe ich mit maximal 20 Sekunden belichtet. Dafür musste ich natürlich die Blende aufmachen und mit der ISO-Zahl hochgehen. Ein guter Kompromiss war nachher bei ISO4000, Blende 3.5 und 5-8 Sekunden Belichtungszeit.
Die D700 hat eine super Lichtempfindlichkeit, die hier sehr zum Vorteil ist. Bei ISO4000 ist der “Grissel-Faktor” noch erträglich. Die Filme (wer sich noch erinnert, das sind die lustig bedruckten kleinen Dosen, die man alle 36 Bilder in die Kamera stecken musste) früher waren da viel körniger, ja fast unerträglich. Da hat die Digitaltechnik doch echt mal einen Vorsprung.
Ich habe auch mal ein Testbild mit ISO25600 und ISO12300 gemacht. Doch hier hört dann der Spaß schon auf. Das ist nicht wirklich zu gebrauchen. Sieht dann eher nach einem Handyfoto aus
Trotz das die Ausbeute an Sternschnuppen so gering war, werden wir sicherlich wieder beim nächsten Sternenregen auf die Pirsch gehen.





Achim
@maria: Wür welches Projekt brauchst Du Fotos?
Maria Th. Semmelrock-Picej
Hallo,
tolle Fotos. Kann ich vielleicht ein paar Fotos in guter Auflösung haben für ein Uni-Projekt?
danke für die Info,
mfG
Maria
diltigug
schöne Fotos, wobei sich bei mir die Sternanzahl stark verringert hat, nachdem ich mal den Staub von meinem Bildschirm gewischt habe.
Administrator
Hi Christoph,
das ist wirklich ISO4000! Ich war selbst überrascht, wie gut die Ergebnisse sind, als ich die Kamera neu hatte. Die Fotos für das Buchprojekt habe ich größtenteils alle mit ISO2000 belichtet. Und das geht sogar in den Buchdruck. Der Unterschied zwischen der “Amateur” und der Profi-Liga bei den Nikon-Kameras ist enorm. Allein der Fullsize-Chip bringt eine gewaltige Qualitätssteigerung.
Christoph Bauer
schöner beitrag!
ich seh grad, du meinst wirklich 4000. die d700 scheint da echt klasse zu sein? ich geh in der nacht kaum über iso400 mit meiner 400D. sind die “großen” so viel besser?
eine frage, kann es sein dass du Iso 400 meinst? dann hättest du dich aber 2 mal verschrieben, komisch komisch