Direkt zum Inhalt

Aktuelles

Fazit 2 WordCamp Jena 2009 #wcj09

16. Februar 2009

Mein erstes Fazit vom Wochenende war doch etwas unvollständig, so dass ich hier noch mal ein wenig genauer auf die Tage eingehen möchte.

Anreise

Ich bin echt positiv überrascht. Jena hat mehr zu bieten und ist deutlich hübscher, als man es von der Autobahn (Plattenbauten-Panorama) her kennt. Mal abgesehen von Ma.tt hatte ich eventuell so gar die weiteste Anreise mit knappen 700 Kilometern. Mein Hotel, das IBIS war halbwegs ok, hier leider kein freies WLAN. Ich hatte über HRS gebucht und dort stand in der Beschreibung “WLAN”. Aber nicht, dass ich dafür etwas berappen sollte. Der Internetterminal in der Lobby war natürlich dauerhaft besetzt. Ich war ja nicht der Einzige mit diesem Problem ;)

Und dennoch bin ich froh, dass ich dort war. Nicht nur das ich mein Vorurteil bezüglich Jena abbauen konnte, sondern es gab dann doch noch ein paar Dinge, die ich richtig gut fand. Doch dazu gleich.

Freitag Abend – Treffen im Markt 11

Das Markt 11 ist eine nette Location, wenn man mit ein paar weniger Leuten sich getroffen hätte. Aber die WordCamper sind ja flexibel und wir haben uns doch gut unterhalten. Gemütlich war es mit netten Gesprächen im Vorfeld. Für mich als “Ausländer” gab es ein Nachteil – kein WLAN. Das ist natürlich echt schade. Nicht nur für mich, der gerne an dem Abend das ein oder andere getwittert hätte, sondern auch für die Location. Denn man bekommt dann doch etwas mehr Publicity, wenn das Lokal ein freies WLAN anbietet. Positiv natürlich – rauchfrei.

Wunsch: freies WLAN

Samstag – Location und Orga

Obwohl ich es ja bereits erwähnt habe – egal. Noch mal ein dickes Dankeschön an das Orga-Team. Auch wenn ich noch das ein oder andere als Verbesserungswunsch aufliste, ist es super, dass überhaupt Jemand solch eine Veranstaltung organisiert.

Der Turm war schon irgendwie lässig als Ort. Mit dem Fahrstuhl in den 27. Stock zu dröhnen und dann von oben die Aussicht genießen. Die Räume an sich waren dann wieder recht nüchtern, was mir persönlich wieder nicht so gut gefallen hat. Ich habe auf den letzten BarCamps gemerkt, das die Räumlichkeit schon einen Einfluss auf die Qualität des BarCamps hat. Und das ist ja auch keine neue Erkenntnis. Besonders aufgefallen ist es mir letztes Jahr auf dem CastleCamp in Kaprun. Hier waren wir in einer alten Burg mit Ledersofas und großen Räumen. Das war extrem kreativitätsfördernd. Gut, es muss nicht immer eine Burg sein, aber nüchterne Räume sind halt nicht stimulierend.

Wunsch: kreativere Räume

Was natürlich super war – das WLAN. Es ist kein einziges Mal ausgefallen und war schnell, trotz er vielen Teilnehmer. Das war echt klasse!

Empfang, Sessionplanuung mit Papier-Wiki hat sehr gut funktioniert. Die fünf parallelen Slots waren mir zu viel. Ich habe echt das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe. ich fände es besser, wenn das doch auf zwei Tag verteilt wird und dafür nur drei parallele Sessions laufen. Dann war es doch verwirrend, das das PapierWiki nicht übereinstimmte mit dem Online-Wiki. Und warum war es online kein WIiki? Dann hätte man bereis im Vorfeld sich eintragen können. Das klappt z.B. beim klagenfurter BarCamp super. Das editieren dann vor Ort kann man somit auch auf mehrere Leute übertragen, so dass das Wiki aktueller ist.

Wunsch: weniger parallele Slots, dafür zwei Tage, Wiki für die Sessionplanung

Und noch was zu den Sessions. Die Idee kam uns am Samstag Abend. Sinnvoll wäre bei der Sessionplanung, wenn jeder eine Einstufung des Levels mit auf die Karte schreiben würde. Drei Studen, wie z.B. Basic, Advanced, Profi wäre hilfreich, damit jeder einschätzen kann, ob dies die richtige Session ist. Für den Vortragenden ist es auch einfacher, da er sich auf die Leute im Auditorium besser einstellen kann.

Wunsch: drei Schwierigkeitsstufen für die Sessions mit angeben

Die Twitterwall war echt super! Total hübsch gestaltet und schnell in der Aktualisierung. Beste Twitterwall, die ich bisher hatte.

Was mir dann noch gefehlt hat war der Live.Stream. Hier war die Lösung auf dem TourismusCamp in Eichstätt einfach genial. Für den Livestream hatte der Vortragende ein Ansteckmikro. Für die Fragen aus dem Saal gab es ein Handmikro, welches dann herumgereicht wurde. Der Live-Stream dann in Kombi mit der Twitterwall hat es dann Leuten ermöglicht, die nicht kommen konnten, die Veranstaltung mit zu verfolgen und sich auch einzubringen.

Wunsch: Twitterwall mit Live.Stream mit Mikros

Noch mal ein Wort zur Verpflegung. In meinen ersten Fazit habe ich geschrieben, dass das WordCamp das BarCamp mit der schlechtesten Verpflegung bisher für mich war. Dabei bleibe ich auch. Mir geht es nicht um Sekt und Kaviar. Vielmehr finde ich es wichtig, dass gerade zum Mittagessen die Gruppe nicht auseinander gerissen wird. Wenn es keinen Sponsor gibt, der das finanzielle übernimmt, würde ich auch dort ein paar Euro für ein einfaches Mittagessen bezahlen. Kein Problem. Hauptsache, es ist organisiert und bleibt vor Ort. Die Laugenbretzn war ja ein nette Idee, besser fänd ich frisches Obst für mehr Brainpower. Ebenso dass ausreichend Becher vorhanden sind, ist total wichtig.

Wunsch: Mittagessen vor Ort und frisches Obst.

Die Keynote von Ma.tt war recht unterhaltsam. Hier wäre ein Mikro für den Raum gut gewesen. Denn ich habe nicht alles verstanden, was Mr.Wordpress gesagt hat. Das “Grundrauschen” war einfach zu hoch für seine doch eher zarte Stimme ;)

Wunsch: Mikro in größeren Räumen

Dann habe ich noch eine Bitte an alle Vortragenden: Keine Werbung! Damit meine ich keine Firmenvorstellung am Anfang einer Session. Ich saß in einer Session und die ersten zehn Minuten gingen über seine Person samt Firma mit Leistungsspektrum etc. Das hat in einer Session nix zu suchen. Wenn ich mich für diese Person interessiere, werde ich das schon nachlesen oder ihn nach der Session selbst fragen. Außerdem geht dabei wertvolle Zeit drauf. Der Vortragende wird seine Kompetenz eh im Vortrag selbst unter Beweis stellen. Das muss man nicht extra auflisten.

Bitte: Keine Werbung!

Die einzelnen Sessions haben mich insgesamt nicht vom Hocker gehauen. Wie schon gesagt, ich habe das Gefühl, das ich in den falschen Sessions gesessen habe. Daher der Wunsch mit den drei Levels für die Sessions.

Ich hatte halt eine riesige Erwartungshaltung an das WordCamp. Hier dachte ich, dass es eine Session nach der anderen von WordPress-Cracks gibt, die ins Eingemachte gehen. Das hat mir gefehlt. Deshalb auch meine erste Enttäuschung am Samstag Nachmittag.

Samstag Abend

Das Lokal war echt gut. Leckeres Essen zu echt günstigen Preisen. Super Wahl, bis auf das fehlende WLAN. Auch hier ist es mir abgegangen. Doch die Gespräche an dem Abend waren super. Ich habe wieder nette Leute kennen gelernt! Vor allem, dass man mal das Team von WordPress Deutschland kennen gelernt hat.  Hat sich also doch gelohnt ;)

Wunsch: WLAN jeden Abend ;)

Bis zum nächsten Mal?

Wir werden sehen. Vielleicht gibt es ja das WordCamp in den Alpen. Vielleicht bin ich dann selbst im OrgaTeam und kann mich einbringen. Lust, ein WordCamp bei uns in den Alpen zu organisieren, hätte ich schon. Wir werden sehen…

Weitersagen:
  • email
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • del.icio.us
  • Technorati

Ähnliche Themen:

Kommentare

  1. Ein Barcamp in den Alpen? Das hört sich auf jeden Fall gut an! Die fehlen Tiefe ist letztendlich, wie ich schon am Samstag Abend meinte, auf zwei Dinge zurück zu fürhen: Zeitlicher Rahmen und unterschiedliche Voraussetzungen. Die Idee mit den unterschiedlichen Level finde ich gut. Ganz persönlich würde mir eine Session auch besser gefallen, bei der aktiv ein Stoff erschlossen wird. Wenn schon jeder ein Notebook dabei hat, dann kann man auch gemeinsam zum Beispiel Typo3 installieren und ein Template einbinden, statt nur frontal einem Vortrag zu lauschen.

Schreibe einen Kommentar

 

Trackbacks & Pingbacks

»Trackback URL für diesen Artikel

  1. WordCamp Jena 2009 – mein kleines Fazit #wcj09 | Marktpraxis-Blog

    [...] ist dies bei max. 45 Minuten pro Session nicht ganz so einfach. Ich bin ebenfalls der Ansicht wie Achim (Almstudio), dass man vielleicht überlegen könnte, künftig Sessions mit unterschiedlichen Levels [...]

  2. oreillyblog » In Jene campt sich’s bene

    [...] Stimmen zum Wordcamp gibt es zum Beispiel beim Almstudio, bei HappyArts und auch bei Heise. Michael von Radio-G hat einen Podcast gemacht, und JenaTV [...]

  3. blogoscoop » Stellenwert, Leseratten und Zensur

    [...] Das Wordcamp ist vorbei. Auf vielen Blogs, z.B. praegnanz.de, datenkind, almstudio, usw. gab es ausführliche [...]